"PRO TEMPELHOF" AUF DER ZIELGERADEN

Bis zum 14. Februar haben die  Berlinerinnen und Berliner Zeit, ihre Unterschrift für den Erhalt des City-Airports abzugeben. In der Bevölkerung gibt es große Zustimmung und freundliche Aufgeschlossenheit.

Bei einigen Unentschlossenen ist jedoch auch  Verunsicherung zu spüren. Sie zögern, weil die geplante Schließung 2008 von Senat und  Regierungskoalition als scheinbar alternativlos dargestellt wird. Mit immer wiederkehrenden Argumenten wird dabei gegen Tempelhof argumentiert.

Behauptung Rot-Rot: Nur die  ,,Bosse" landen in Tempelhof, nur sie profitieren.

Falsch! Gerade Geschäftsflieger bringen Geld in die Stadt. Namhafte Investoren sind bereit, den gesamten  Komplex inklusive Flugbetrieb zu übernehmen. Sie wollen 350 Mio. Euro in ein Gesundheitszentrum für jährlich 120.000 Patienten in vestieren, gleichzeitig 1.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Davon profitiert unsere ganze Stadt. Wer solche Zukunftsaussichten einfach in  den Wind schlägt, muss schon sehr überzeugende Alternativen anbieten. Der Senat hat jedoch keine Ahnung, wie es nach der Schließung auf dem  riesigen Gelände weitergehen soll. Vorschläge wie die Einrichtung einer Skaterbahn oder eines Baseball-Feldes senden die falschen Signale aus. Alles schön. Aber Berlin braucht keine weiteren Parks, sondern Investitionen  und Arbeitsplätze.

Behauptung Rot-Rot: Tempelhof muss 2008 geschlossen werden, um BBI nicht zu gefährden.

Falsch! Tempelhof kann Ende Oktober, so wie es Rot-Rot will, geschlossen werden. Nirgends steht allerdings, dass dann geschlossen werden muss. Kein Gutachten, auch keines von Wowereit, fordert eine Schließung im Oktober 2008. Im Gegenteil: Alle sagen, dass Tempelhof mindestens bis zur Eröffnung von BBI offen bleiben kann. Doch Wowereits autoritäre  Arroganz auch gegenüber dem Bund verhindert bisher eine vernünftige Lösung. Die Wahrheit ist: Tempelhof entlastet BBI!

Behauptung Rot-Rot: Der Flughafen Tempelhof ist ein Millionengrab.

Falsch! Das Gegenteil ist der Fall. Der Bund hatte angeboten, die Betriebskosten während der Offenhaltung des City-Airports mindestens bis zur Eröffnung von BBI zu übernehmen. Durch die Ablehnung des Angebotes trägt Wowereit  allein das Risiko, dass die Berliner mit Hunderten Millionen Euro für Schließung, Unterhalt, Wachschutz, Denkmalpflege, Säuberung, Altlastensanierung usw. belastet  werden. Allein 43 Mio. Euro sollen laut Flughafengesellschaft jährlich für die Instandhaltung des Gebäudes und Geländes anfallen. Macht in 10 Jahren knapp eine halbe Milliarde Euro. Wird also Tempelhof geschlossen, bedeutet dies riesige Kosten für Berlin, während die Einnahmen aus dem Flugbetrieb entfallen.

Behauptung Rot-Rot: Die Tempelhof-Befürworter sind Nostalgiker.

Falsch! Sind die rund 75 Prozent der Berlinerinnen und Berliner, die laut Umfragen für die Offenhaltung Tempelhofs sind, wirklich alles ,,Ewig gestrige", wie Herr Wowereit sagt? Wir sagen nein. Wir denken an die Zukunft unserer Stadt, wenn wir fordern, Tempelhof als  Flughafen für Geschäfts- und Privat- flugverkehr offen zu lassen. Dieser Verkehrsbereich hat jährliche Wachstumsraten von 20 Prozent. Der City- Airport ist ein Standortvorteil unserer Stadt, der Investitionen und Arbeitsplätze garantiert. Wer einen solchen Flughafen schließen will, glaubt nicht an die Zukunft unserer Stadt.
Wir bitten alle Berliner: Unterschreiben Sie schnell in einem der Bürgerämter für die  Zukunft des Flughafens Tempelhof und die  Zukunft Berlins! Wer meint, seine Unterschrift  ändere sowieso nichts, weil der Senat von  seiner trotzigen Haltung nicht abrücken wird,  dem sei gesagt: Wenn wir es schaffen, 170.000  Unterschriften für den Erhalt zusammen zu  bekommen, kann Herr Wowereit das nicht  ignorieren!