Es ist geschafft: Es gilt das Mitgliederprinzip!
Sollen in Zukunft nur Delegierte aus den Ortsverbänden oder alle Mitglieder der CDU Pankow die Entscheidungen auf den Parteitagen des Kreisverbandes treffen. Die Mitglieder haben mit einer überwältigenden Mehrheit von 79 Prozent entschieden, dass ab sofort alle Mitglieder stimmberechtigt sind. Damit wurde eine langjährige Forderung des Ortsverbandes Prenzlauer Allee in die Tat umgesetzt. Der Kreisvorsitzende Peter Kurth bezeichnete das Ergebnis der Mitgliederversammlung als gutes Zeichen für einen lebendigen und engagierten Kreisverband.
Das Delegierten- und das Mitgliederprinzip stehen für zwei demokratische Entscheidungsstrukturen einer politischen Organisation. Nachdem die Vor- und Nachteile des Delegiertenprinzips in den letzten 8 Jahren seit Bestehen des Kreisverbandes Pankow studiert werden konnten, bestand nun der Wunsch, auch jene des Mitgliederprinzips kennenzulernen. In einer engagierten Debatte vor der Entscheidung wurden noch einmal die Argumente für und gegen das Mitgliederprinzip ausgetauscht. Für die Einführung des Mitgliederprinzips wurden eine höhere Attraktivität der Union für potentielle Neumitglieder, ein stärkeres Engagement der Mitglieder und eine größere Transparenz bei der Kandidatenaufstellung ins Feld geführt.
Am Ende der Debatte entschieden sich 82 von 105 anwesenden Mitgliedern der CDU Pankow in einer geheimen Abstimmung für die Einführung des Mitgliederprinzips. Damit geht die CDU Pankow unter ihrem Vorsitzenden Peter Kurth einen neuen Weg innerhalb der CDU Berlin. Bisher praktiziert nur der Kreisverband Lichtenberg mit seinen ca. 200 Mitgliedern das Mitgliederprinzip. Ob das Mitgliederprinzip auch für den großen Kreisverband Pankow mit seinen ca. 800 Mitgliedern funktioniert, kann in den nächsten Jahren beobachtet werden. Ende 2011 soll eine erste Bilanz gezogen und die Erfahrungen ausgewertet werden. Nun gilt es an allen Mitgliedern, sich einzubringen und das Mitgliederprinzip mit Leben zu erfüllen.